TOP N 2: Erweiterung und Fassadengestaltung des Altbaus des Beruflichen Schulzentrums Garmisch-Partenkirchen;
Containerstandort
- Sachstandsbericht -

Beschluss: Zur Kenntnis genommen

I.   Grund und Anlass der Behandlung

 

Es hat sich im Verlauf vieler Gespräche mit der Schulleitung, mit den Architekten und den Fachplanern gezeigt, dass das Berufliche Schulzentrum nicht im laufenden Schulbetrieb umgebaut werden kann. Aufwendungen für Rettungswege während der Bauzeit und vor allem die zu erwartenden Belästigungen und Einschränkungen des Schulbetriebes durch Lärm und Staub machen eine Auslagerung in Container notwendig.

 

 

 Darüber und über die möglichen Kosten einer solchen Lösung haben wir bereits in öffentlicher Sitzung berichtet. Im nicht-öffentlichen Teil möchten wir Sie nun vor allem über die Suche nach einem geeigneten Grundstück und über den Stand der Grundstücksverhandlungen informieren.

 

 

 

II.  Sach- und Rechtslage

 

In den Sitzungen des Kreisausschusses am 18.05.2017 und des Kreistags am 27.07.2017 haben wir die zunächst angedachte Lösung, nämlich eine Aufstellung der Container auf dem direkt benachbarten Grundstück an der Triftstraße, vorgestellt.

 

Daneben haben wir auf die Schwierigkeit hingewiesen, auch die beiden Lehrküchen auszulagern und in die Containeranlage zu integrieren. Dabei soll nochmals die gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung betont werden, die durch organisatorische Maßnahmen versucht, mit nur einer Lehrküche während der Umbauphase auszukommen und dadurch Kosten einzusparen.

 

Derzeit wird geprüft, ob eine Anmietung oder ein Kauf von Containern  kostengünstiger ist. Nach den ersten Recherchen gehen wir davon aus, dass ab einer Benutzungsdauer von 2 Jahren ein Kauf günstiger ist als eine Anmietung. Wir sind uns  allerdings bewusst, dass momentan die meisten Hersteller oder Vertreiber von Containern nur Mietlösungen anbieten, weil die Nachfrage  nach Containern zur Unterbringung von Flüchtlingen sehr hoch ist.

 

 

Dies ändert nichts daran, dass eine Nutzungsdauer von über 2 Jahren und ein Kauf der Container für den Landkreis die kostengünstigere Lösung wäre. Dies vorausgesetzt, bestehen nun konkrete Überlegungen, unmittelbar im Anschluss an die Sanierung der Berufsschule in den Jahren 2020 bis 2022 zunächst die Zugspitz-Realschule zu sanieren, danach die Sanierung des Altbaus des Werdenfels-Gymnasiums anzugehen und die Container für die gesamte Dauer dieser Baumaßnahmen zu nutzen.

 

Es bietet sich deshalb an, einen zentraleren Standort für die Container gerade im Hinblick auf die anderen beiden Schulen zu suchen. Tatsächlich könnte die Anlage im südlichen Bereich des „Zerhoch-Geländes“ untergebracht werden. Die Anbindung nach Norden zu den Schulen und an den Bahnhof kann über die Angerstraße und über den bereits vom Werdenfels-Gymnasium genutzten Sportplatz erfolgen.

 

Alternativ haben wir auch eine Nachnutzung der Container, die für die Irmengard-Schulen auf dem ehemaligen PX-Gelände gebaut werden, in Betracht gezogen. Nachdem die weiteren Planungen des Grundstückseigentümers (Fa. Kaes GmbH – V-Markt-Betreiber) aber sehr unsicher sind und wir uns auch in die Abhängigkeit von weiteren Akteuren begeben würden (St. Irmengard-Schulen), haben wir  von dieser Überlegung wieder Abstand genommen.

 

Das Bauamt des Marktes Garmisch-Partenkirchen  wurde vorab bereits mündlich über unser Interesse an dem Zerhoch-Gelände  informiert. Derzeit läuft eine schriftliche Anfrage an den Markt, ob eine temporäre Bebauung dieses Grundstücks möglich ist. Die Gespräche mit den Grundeigentümern, einer Erbengemeinschaft, verliefen bisher positiv.

 

Auch die Erbengemeinschaft würde voraussichtlich keinen höheren Preis als das Erzbischöfliche Ordinariat verlangen. In jedem Fall würde sich der  Pachtzins am sog. Liegenschaftszins orientieren. Bei einem durchschnittlichen Ansatz von 18 € je qm kommt man auf einen jährlichen Pachtbetrag von etwa 80.000 €. Dieser Pachtbetrag ist unabhängig davon, ob die Containeranlage an der Triftstraße oder auf dem „Zerhoch-Gelände“ errichtet wird.

 

Die weiteren Verhandlungen bleiben nun abzuwarten.