TOP Ö 4: Realschule im Blauen Land - Abschlussbericht

Beschluss: Zur Kenntnis genommen

I. Grund und Anlass der Behandlung

 

Bei der Realschule im Blauen Land in Murnau sind die Baumaßnahmen im Hochbaubereich seit Schuljahresbeginn 2016 abgeschlossen. Auch die Freianlagen sind seit Juni 2017 fertig gestellt.  Dies veranlasst uns, einen Abschlussbericht zu den Baumaßnahmen und zu den Kosten vorzustellen.

 

Am 14. Mai 2013 wurde der Spatenstich für den Bau der Schule gesetzt. Sechseinhalb Monate später konnte bereits das Richtfest für den 1. Bauabschnitt gefeiert werden, den wir wiederum gut zwei Jahre später, am 19. März 2015, feierlich einweihen konnten. Rund  zwei weitere Jahre später, am 30. Juni 2017, haben wir dann den 2. Bauabschnitt und die Freiflächen des Neubaus der staatlichen „Realschule im Blauen Land“ eingeweiht.

 

Die Schule hat mittlerweile ca. 600 Schüler und verfügt über 22 Klassen. Das Schulgebäude war von Anfang an so konzipiert, dass sie relativ einfach von einer Zweizügigkeit auf eine Dreizügigkeit erweitert werden kann. Dies ist mit dem 2. Bauabschnitt geschehen. Ausnahmsweise besteht in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 derzeit eine Vierzügigkeit. Nachdem die Realschule aber nur als dreizügige Schule konzipiert und genehmigt worden ist, kann eine vierte Eingangsklasse weiterhin nur als Ausnahme gebildet werden.

 

Auch der Schulausschuss hat zuletzt (am 02. Februar dieses Jahres) einhellig betont, dass die Schule schon zum Schutz der Realschule in Garmisch-Partenkirchen (aber auch der in Schlehdorf) nicht 4-zügig ausgebaut werden sollte. Im Übrigen hat der Ausschuss angeregt, dass versucht werden sollte, die durch den großen Schülerandrang entstehenden Probleme etwa dadurch zu bewältigen, dass Fachklassenräume vorübergehend als normale Klassenräume genutzt werden. Der Ausschuss hat daneben organisatorische Maßnahmen und Absprachen mit den benachbarten Schulen angeregt.

 

Herr Kreisbaumeister Zenger wird nun genauer auf die Baustruktur und die Kosten eingehen:

 

 

 

II. Abschlussbericht

 

Baustruktur

 

Der 1. Bauabschnitt umfasste 12 Klassenräume, Fachklassenräume, Lehrerzimmer, Verwaltungsräume und die Sanitäreinrichtungen. Mit Beginn des Schuljahres 2016/17, also etwa vor einem Jahr, wurde auch der 2. BA  in Betrieb genommen. Dazu zählen die Zweifachturnhalle, die Mensa und Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung (Erweiterungsbau) sowie sechs weitere Klassenzimmer, die Erweiterung des Lehrerzimmers, ein Bibliotheksraum und umfangreiche Außenanlagen.

 

Eine Schule braucht darüber hinaus eine angenehme Lern- und Unterrichtsumgebung, also auch eine gute Gestaltung des Außenraums und der Freianlagen. In den Pausen können die Schüler Bereiche zum Austoben,  aber auch Ruhebereiche nutzen. An der Weindorfer Straße wird der Höhensprung von fast 3 Metern durch eine großzügige Freitreppe ausgeglichen.

 

Im Westen und Süden gibt es Baumpflanzungen aus Robinien, die den räumlichen Abschluss zu den Straßen bilden. Auf der Nordseite gibt es verschiedene Obstbäume, die im Frühling blühen und im Herbst abgeerntet werden können. Von der Mensa aus gelangt man auf eine Holzterrasse, die als Freisitz für die Mittagspause genutzt werden kann.

 

Die Frei- und Pausenbereiche sind multifunktional ausgestattet mit mehreren Tischtennisplatten, einem Basketballkorb und Sitzgelegenheiten, die teilweise in Stützwände integriert wurden.

 

 

Kosten

 

Nach dem letzten Stand der Kostenfortschreibung liegen die Baukosten für den 1. Bauabschnitt bei ca. 11,5 Mio.€ (inkl. Ausstattung und Baunebenkosten/Honorare).  Dies entspricht einer Kostensteigerung um 3,9 % gegenüber den freigegebenen Kosten von 2012. Die Mehrkosten werden fast vollständig durch eine deutliche Erhöhung der Honorare im Rahmen der Novellierung der HOAI 2013 verursacht. Bei den reinen Baukosten liegt die Kostensteigerung bei 0,9 %.

 

Die Baukosten des 2. Bauabschnitts liegen nach der letzten Kostenfortschreibung  im Rahmen des freigegebenen Kostenrahmens. Es ist mit einer leichten Steigerung der Gesamtbaukosten um 2,4 % gegenüber den freigegebenen Kosten von 2014 zu rechnen. Die Gesamtbaukosten des 2.Bauabschnitts (inkl. Ausstattung und Baunebenkosten/Honorare) werden sich damit auf ca. 8.468.000 € belaufen.

 

Summiert man die Kosten der beiden Bauabschnitte, kommt man auf eine Gesamtsumme von 19,9 Mio. €. Dies entspricht einer Kostensteigerung um 3,1 Prozent gegenüber den freigegebenen Kosten von 2014.

 

Die Gesamtbaukosten lägen ohne die Novellierung der HOAI 2013 nur 1,0 % über den prognostizierten Baukosten. Damit konnte das Baubudget trotz der allgemeinen Hochkonjunktur fast exakt eingehalten werden.

 

 

Fazit

 

Die Realschule erfreut sich inzwischen sowohl bei der Schulgemeinschaft wie auch in der Bevölkerung und bei den Sportvereinen großer Beliebtheit. Durch die Solaranlage auf dem Dach und den Anschluss an den Nahwärmeverbund mit Gymnasium und Mittelschule ist die Realschule zudem sehr energieeffizient.

 

Die nahe beieinanderliegenden Schulen (Christoph-Probst-Mittelschule, Realschule im Blauen Land und Staffelsee-Gymnasium) bilden mittlerweile nicht nur räumlich sondern auch durch ihre pädagogische Zusammenarbeit ein Schulzentrum.